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Verfasst am: 21.09.2007, 10:23 Titel: Wegwarte (Kraut und Wurzel ) zum Räuchern
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Eberhard
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Verfasst am: 21.09.2007, 10:23 Titel: Wegwarte (Kraut und Wurzel ) zum Räuchern
Wegwarte (Kraut und Wurzel)
Über die Wegwarte (Cichorium intybus), auch Rattenwurz, Sonnenwirbel, Wegleuchte und Zichorie genannt, finden sich die ersten schriftlichen Überlieferungen in ägyptischen Papyrustexten aus dem 4. Jahrtausend v.u.Z. Dioskurides bezeichnete sie als zusammenziehend, kühlend und gut für den Magen. Äußerlich seien die Umschläge gut für Herzleiden und Augenentzündungen. Paracelsus lobte ihre schweißtreibende Wirkung und Matthiolus rühmte sie als vorzügliches Lebermittel. In der Volksmedizin gehen Zauberei und Heilverwendung ineinander über. In dieser urwüchsigen Heilkunde wurden die blauen Blumen zur Heilung von Schwermut und Melancholie verwendet, ein Wegwartentee galt als stoffwechselanregend und wurde bei Leber- und Gallenleiden eingesetzt. Räucherungen mit Wegwarte wurden zur Reinigung von Körper und Seele zelebriert, auch soll man den Liebsten ebenso wie den Dieb erkannt haben. Dies gilt auch für die Wurzel. Der Wegwarte wurden große Zauberkräfte nachgesagt. Sie sollte Fesseln sprengen, hieb- und stichfest machen und Unsichtbarkeit verleihen. Als Zichorienkaffee war Wegwarte in Kriegs- und Notzeiten bekannt. Die Gemeine Wegwarte ist eine bis zu einem Meter hoch wachsende, ausdauernde Staude, mit leuchtendblauen Blüten, die aus den Blattachseln wachsen. Sie besitzt einen rauhaarigen, kantigen Stengel, der aus einer bis tief in die Erde reichenden Pfahlwurzel wächst. Die Blätter sind im unteren Stengelbereich größer und grobgesägt, im oberen Bereich lanzettlich und sitzend. Die Wegwarte wächst an Ackerrändern, Wegrändern, Böschungen sowie auf Schuttplätzen und ist fast in ganz Europa, Vorder- und Mittelasien verbreitet und wurde oft eingeschleppt. Wegwarte läßt sich gut mit Königskerze, Esche, Birke, Brennessel, Sumpfporst, Mastix, Kiefer u.a. verräuchern.
Ich habe es als Magentee versucht, dazu verwende ich 75 g Wegwartekraut und 25 g Löwenzahnwurzel. Von dieser Teemischung verwende ich 1 Esslöffel auf 500 ml kochendes Wasser und lasse den Tee 5 Minuten ziehen. Sehr magenberuhigend.
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