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Hopfen (Humulus lupulus) ist eine Windenpflanze und seit dem Mittelalter als Heil- und Kulturpflanze bekannt. Ein Teil der Wirkung von Bier ist auf Hopfen zurückzuführen. Daneben spielt Hopfen eine große Rolle als traditionelle Heilpflanze bei nervösen Störungen, Schlaflosigkeit, sexueller Übererregbarkeit, Kopfschmerzen, Magen- und Leberleiden, Gicht, Wassersucht, Würmern, nervösen Herzbeschwerden, depressiven Verstimmungen und schwer heilenden Wunden. Hopfenblüten können geraucht, geräuchert und als Tee getrunken werden. Hopfen hat eine beruhigende, teils euphorisierende, leicht betäubende Wirkung. Im Volksglauben ist Hopfen ein Sinnbild für Fruchtbarkeit. Schwangere Frauen wurden mit Hopfenbüscheln beräuchert, damit sie eine leichte Schwangerschaft sowie eine unkomplizierte Geburt haben sollten. Hopfen wächst auf nährstoffreichen, feuchten Böden in Auwäldern, an Flußufern, und Bächen und wird häufig kultiviert. Der Hopfen stammt aus dem nördlichen Eurasien, ist aber als Bestandteil der Bierbereitung fast in ganz Europa, Westasien und Nordamerika verbreitet. Die Pflanze ist nahe verwandt mit der Hanfpflanze und gehört ebenfalls zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Hopfen ist eine mehrjährige, rauhhaarige, rankend und windend wachsende Pflanze. Jährlich wachsen die männlichen und weiblichen Hopfenpflanzen erneut heran, wobei die weiblichen zapfenartigen Fruchtstände, nachdem sie von Hand gepflückt und getrocknet wurden, zum Bierbrauen verwendet werden. Sie enthalten als wirksame Bestandteile, Hopfenharze, -öle und die Hopfenbitter Humulon und Lupulon. Durch Oxidation letzterer bildet sich Methylbutenol (der Hauptwirkstoff), welcher erst nach mehrwöchiger Lagerung entsteht. Da die befruchteten Blüten weniger Bitterstoffe enthalten, werden die männlichen Pflanzen sorgfältig ausgelesen, bzw. gar nicht erst angebaut. Die Vermehrung des Hopfens erfolgt über Stecklinge. Das Hopfenbitter verleiht dem Bier den herben Geschmack, erhöht das Schaumhaltevermögen und verbessert die Haltbarkeit. Die Ausbildung des Aromas und damit der Geschmack hängt überhaupt vom Hopfen selbst ab. Hopfen hat wenig Eigengeruch und sollte deshalb in Mischungen z.B. mit Damiana, Goldmohn, Passionsblume, Giftlattich, Sage u.a. geräuchert werden.
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