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Verfasst am: 12.11.2007, 12:44 Titel: Goldrute (Kraut) Goldrutekraut zum räuchern
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Eberhard
Anmeldedatum: 14.08.2007 Beiträge: 952
Verfasst am: 12.11.2007, 12:44 Titel: Goldrute (Kraut) Goldrutekraut zum räuchern
Goldrute (Kraut) Goldrute
Botanisch: Die Goldrute (Solidago), auch Goldraute genannt, ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae). Zur Gattung gehören ca. 150 Arten. Goldruten sind mehrjährige, krautige Pflanzen. Charakteristisch sind die gold-gelben Blütenstände, die in schmalen gelben Rispen, teilweise auch in Ähren, angeordnet sind. Die Stengel sind schlank und normalerweise unbehaart. Eine Ausnahme ist die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis), welche im oberen Bereich der Stengel Haare aufweist. Die Stengel sind zwischen 60 Zentimeter und 1,50 Metern lang.
Die wechselständigen Laubblätter sind linien- bis speerförmig. Ihre Ränder sind leicht bis scharf gezackt. Goldruten werden hauptsächlich durch Insekten befruchtet. Die Ausbreitung erfolgt entweder über Samen, die durch den Wind verbreitet werden, oder durch Rhizome. Viele Arten unterscheiden sich kaum von anderen. Verschiedene Schmetterlings-Larven nutzen Goldruten als Futterpflanze.
Taxonomie: Die Goldrute gehört zur Klasse der Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrigen (Rosopsida), Unterklasse Asternähnliche (Asteridae), Ordnung Asternartige (Asterales), Familie Korbblütengewächse (Asteraceae), Unterfamilie Asteroideae.
Vorkommen: Die Goldrute wächst an Waldrändern, in lichten Wäldern, auf Kahlschlägen, Magerrasen und Heiden. Sie kommt besonders auf Wiesen und Weiden und entlang von Straßen und Bächen vor. Sie ist heute in Europa, Nordamerika und Nordasien verbreitet, stammt aber ursprünglich aus Nordamerika (siehe Historie). Das Hauptverbreitungsgebiet ist noch immer Nordamerika.
In Deutschland finden sich die Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea), eine von 10 Zentimeter bis zu einem Meter hohe, mehrjährige, krautige Pflanze, die in trockenen Wäldern und Gebüschen wächst, die Grasblättrige Goldrute (Solidago graminifolia), ein Neophyt aus Nordamerika, der eine Höhe von 50 bis 80 Zentimetern erreicht, die Riesen-Goldrute (Solidago gigantea var. serotina), ebenfalls ein Neophyt aus Nordamerika, der eine Höhe von 50 Zentimeter bis zu 2,50 Metern erreicht, und die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis), ein Neophyt aus Kanada mit einer Höhe von 50 Zentimeter bis zu 2,50 Metern.
Etymologie: Die Goldrute trägt ihren Namen wegen der goldgelben Blütenbüschel.
Inhaltstoffe: Hauptsächlich Saponin, Gerbstoff und ätherische Üle. Aus Stengeln und Blättern kann ein Farbstoff gewonnen werden, mit dem man je nach Konzentration und Beize goldene bis braunrote Färbungen erzeugen kann.
Medizin: In der Naturheilkunde wird die Droge der blühenden Pflanze der Gewöhnlichen Goldrute (Solidago virgaurea) bei Nierenleiden, Störungen der Harnabsonderung, Wundheilung, Rheuma und Gicht wegen der harntreibenden, spasmolytischen (krampflösenden) und antiphlogistischen (entzündungshemmenden) Wirkung ihrer Inhaltsstoffe geschätzt. Bei Geschwüren, Hautkrankheiten, und schlecht heilenden Wunden wird sie als Umschlag eingesetzt. Heute wird sie jedoch hauptsächlich bei Nierenleiden verwendet. Als Tee wird sie zur Blutreinigung, rheumatischen Beschwerden und Hautkrankheiten getrunken. Die Pflanze ist auch ein Heilkraut, Näheres siehe dort.
Zu Unrecht stehen Goldruten im Verdacht, Heuschnupfen auszulösen, vermutlich aufgrund ihrer hellen, gold-gelben Blüten im Sommer. Die Pollen der Goldruten sind zu schwer und zu klebrig, als daß sie weit von der Blüte wegfliegen können.
Historisch: Die Goldrute ist ursprünglich eine neuweltliche Pflanze, das heißt, sie stammt aus Nordamerika. Sie wurde erst um 1750 herum nach Europa eingeschleppt und dort heimisch. Entgegen zahlreicher Internet-Quellen war sie also im Europa der Antike und des Mittelalters gar nicht bekannt.
Brauchtum: In England werden Goldruten als Gartenpflanzen verwendet, seit den 80'er Jahren des 20. Jahrhunderts auch in den USA. In Deutschland sind sie als Neophyten eher ungeliebt, da sie heimische Pflanzenarten zu verdrängen drohen.
Die Goldrute ist die "Nationalblume" der US-Bundesstaaten Nebraska (seit dem 04.04.1895) und Kentucky (seit dem 16.03.1926).
In der Überlieferung des Christentums gilt die gelbblütige Goldrute wegen ihrer medizinischen Bedeutung als "Laurenzilorbeer", in Erinnernung an den Heiligen Laurentius von Rom.
Mythologie: Früher wurde die Goldrute verräuchert, um Krankheitsteufel und Dämonen zu vertreiben.
Räuchern: Zum Rächern wird hauptsächlich die Gattung Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea) verwendet.
Räuchermischungen: Goldrute mischt sich zum Räuchern gut mit Spitzwegerich, Tausendgüldenkraut, Himbeere, Kreuzkraut, Bärentraube u.a.
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