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Verfasst am: 18.05.2008, 14:44 Titel: Die sechs Richtungen
Wir wachsen von Natur aus mit dem Wechsel der Jahreszeiten:
- die ersten unschuldigen Schritte - Süden;
- das Fallen wie die Blätter - Herbst;
- die Erkenntnis - Norden;
- die Erleuchtung - Osten;
Jedes Mal, wenn wir an den Ausgangspunkt zurückkehren sind wir um eine Stufe höher gestiegen = spiralförmiges Höherdrehen und gleichzeitig tieferes Verwurzeln
Süden - Reaktion - Zahl 7 und 2
Westen - Verinnerlichung - Zahl 9 und 4
Norden - Orientierung - Zahl 6 und 1
Osten - Erkenntnis - Zahl 3 und 8
Erde - Verwurzelung mit dem Herzschlag der Erde leben
Himmel - unser engelhaftes Wesen leben
(Himmel und Erde verbinden entsprechen der Mitte und somit der Zahl 0 und 5)
das Medizinrad dreht sich im Uhrzeigersinn, so wie die Sonne wandert. Deshalb wird im indianischen gerne rechts rum gedreht, eben wie die Sonne wandert.
Im Osten geht die Sonne und der Mond auf. Der Osten hat die Qualität des Erwachens, der Geburt und seine Jahreszeit ist der Frühling. In Heilungen wirkt man gerne von Osten her am Klienten, weil eben das neue von hier geboren wird.
Im Osten liegt auch der Eingang der Inipi. Die Geister kommen durch das Tor auf dem Heiligen Hügel vom Osten her in Inipi.
Schirmherr des Ostens ist der Adler und das östliche Element ist das Feuer.
Im Süden nimmt die Sonne ihren Mittagslauf. Hier liegt dementsprechend auch die Qualität des Lebens und der Lebensfreude. Und weil Emotionen dem Leben seine Qualität geben - oder Leid- paßt hierher auch das Wasser als Element.
Die Farbe des Südens ist Rot und seine Kraft die des Büffels.
Im Westen endet das Leben im Tot. Hier geht also nicht nur die Sonne und der Mond wieder unter. Die Jahreszeit ist dementsprechend der Herbst. Es wird geerntet und hier zeigt sich auch, was im Osten gesät und im Süden gepflegt wurden, denn nur das läßt sich auch ernten.
Für viele ist der Westen die Richtung der Meditation, da es hier ja um Loslassen geht. So sitzt man nach Westen Schauend im Osten.
Das Element des Westens ist die Erde dun sein Tiergeist die Schlange Die Donnervögel wohnen auch im Westen, wobei der dann entsprechend der Donnerwesten genannt wird. Dies ist einteilst eine eigene Himmelsrichtung und anderseits auch wieder nicht.
Im schneeweißen Norden ist der Wolf zuhause. Für die Natur ist es der Winter als Ruhezeit. und für das Menschenleben liegt hier die Zeit zwischen den Inkarnationen.
Das Element des Nordens ist die Luft und somit das Element des Geistes.
Im ewigen Kreislauf des Lebens ist das Medizinrad zunächst ein Kreis. Ein Kreis hat keine Anfang, kein Ende und die Bewegung sollte immer fließen und keine Qualität auslassen.
Man kann bei jedem Menschen sehen, in welcher Richtung er sich gerade befindet. Und wenn jemand hängt, ist es Heilsam ihn wieder in den Fluß zu bringen. Dazu geleitet man ihn einmal durch das Medizinrad rum. Danach ist die Ursache für den Hänger normal gelöst.
Im Medizinrad liegt auch ein Kreuz, das die beiden Pfade Ost-West dun Nord-Süd verbindet. Dabei nennt sich der Pfad von Ost nach West der Schwarze bzw. Blaue Weg. Und der Pfad von Nord nach Süd nennt sich der Rote Pfad, den die Pfeifenträger gehen.
Das Medizinrad hat jedoch noch mehr Richtungen. Einmal gibt es zu den 4 Winden noch die 4 Zwischenwinde. Außerdem spielt das Zentrum eine wichtige Rolle. Das sind also noch 5 Weitere Richtungen. Somit hat das Medizinrad genau genommen 9 Richtungen. Entscheidend sind jedoch die 5 Richtungen:
Osten
Süden
Westen
Norden
Zentrum
Die 6 Kräfte sind die 4 Winde und zusätzlich die Himmel-Erd-Achse. Und somit sind es die 4 Winde, Erde und Himmel, die man z.B. in die Heilige Pfeife ruft. also zumindest in eine der Pfeifen, deren Urverwandte die Weiße Büffelkalbfrau den Lakota brachte. Und diese Anrufung ist teil des Roten Weges, der ein Teil des menschlichen Seins ist, aber nicht das ganze menschliche Sein. Begibt man sich auf den Roten Weg, kann man nicht alles tun. Und besonders in Zeremonien gibt es klare Regeln, was geht und was auf keinen Fall. Da ist der Tabak dann auch sehr streng.
Der Mensch ist übrigens sicher kein "engelhaftes Wesen". Das ist auch gut so, denn Engel könnten nicht das tun, was Menschen können. Und MEnschen können nicht das, was Engel können. Deshalb finde ich diese Sicht, das Menschen engelhaft seine ein bissel deplatziert. Es macht durchaus Sinn, das es Engel und Menschen gibt.
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Alle hier beschriebenen und diskutierten Arten über "Geistiges Heilen" sind keine Heilversprechen. Ein Versprechen stellt im spirituellen Sinne eine Bindung dar. Bindungen sind Muster die Unwohlsein erzeugen können. Ist der Mensch frei hat er immer eine Wahl. Wenn er eine Wahl hat, hat er die Möglichkeit sich für etwas zu entscheiden was ihm gut tut. Das Wissen darüber was ihm gut tut möge er beim Lesen und Mitgestalten dieser Seiten herausfinden. Ich wünsche jedem, der auf diese Seiten gelangt den Mut seinem Gefühl und seiner Intuition zu vertrauen das beste für sich selbst mitzunehmen und im positiven Sinne seiner selbst zu handeln.
Geistiges oder Energetisches Heilen sind unterstützende Bestandteile für das ganzheitliche Wohlbefinden eines jeden Wesens.
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