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Verfasst am: 20.08.2007, 08:58 Titel: Der Odilienberg am Ostrand der Vogesen
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Eberhard
Anmeldedatum: 14.08.2007 Beiträge: 952
Verfasst am: 20.08.2007, 08:58 Titel: Der Odilienberg am Ostrand der Vogesen
Der Odilienberg
Der Odilienberg, etwa eine halbe Autostunde südwestlich von Straßburg gelegen, ist Zentrum und Seele - der "heilige" Berg - des Elsaß. Er wird von drei Berggipfeln gebildet, die von einer mehr als 10 km langen Mauer aus behauenen Steinquadern umgeben sind. Quermauern unterteilen ihn wiederum in drei Teile mit ganz unterschiedlichen Qualitäten. Das Alter der Mauer, sowie ihre ursprüngliche Bestimmung sind den Historikern und Archäologen immer noch ein Rätsel. Sie wird als das bedeutendste frühgeschichtliche Denkmal Westeuropas bezeichnet und selbst der offizielle Führer benennt den Odilienberg als einen jener Orte, "an denen der Geist der Ewigkeit weht"....
Archäologische Funde belegen die Anwesenheit von Menschen seit über 6000 Jahren, also seit der Jungsteinzeit. Heute ist der Odilienberg der bedeutendste Wallfahrtsort des Elsaß und Sitz seiner hochverehrten Schutzpatronin, der heiligen Odilie.
Anfahrt: Kehl - Strasbourg - Autobahn Richtung Colmar, dann Abzweigung nach Obernai, von dort den Hinweisschildern zum Mont Sainte-Odile nachfahren (43 km südwestlich von Strasbourg).
Schon von weitem sieht man den langgestreckten Bergrücken des 763 m hohen Odilienberges mit dem Kloster.
Der Mont Ste. Odile ist eines der bekanntesten Ausflugsziele und gleichzeitig der meist besuchteste Wallfahrtsort im Elsaß. Der Odilienberg wird der heilige Berg des Elsaß genannt.
Der Hauptanziehungspunkt ist das Kloster der heiligen Odilia, errichtet auf einem zur Rheinebene hin steil abfallenden Buntsandstein-Felsen.
Die heilige Odilia ist die Schutzpatronin des Elsaß. Sie hat um das Jahr 700 das Kloster gegründet. In der Odilienkapelle ist ihr Grab. Neben den Klostergebäuden befindet sich eine überlebensgroße Sandsteinstatue der heiligen Odilia.
Die Blütezeit des Klosters war im 12. Jahrhundert. Die damalige Äbtissin Herrad von Landsberg (1167-1195) schrieb das Buch "Hortus Deliciarum", welches das Wissen der damaligen Zeit beinhaltete. Das Original verbrannte 1870 bei einer Belagerung Strasbourgs. Nach mehreren Plünderungen und Bränden wurde das Kloster Ende des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Die Kreuzkapelle, die Engelskapelle und die Odilienkapelle stammen noch aus dem 11./12. Jahrhundert.
Eine Gedenktafel im Hof des Klosters erinnert an den Besuch von Papst Johannes Paul II. vor einigen Jahren.
In langen Kurven windet sich die Zufahrtsstraße durch die Wälder in die Höhe. An mehreren Stellen passiert die Straße einen Mauerwall - die Heidenmauer, eine über 10 km lange, teilweise bis zu 3 m hohe Steinmauer rund um den höchsten Teil des Odilienberges. Das genaue Alter dieser Mauer ist unbekannt, es wird vermutet, dass sie von keltischen Stämmen 1000 v. Chr. (nach neueren Forschungen 400 v. Chr.) als Fliehburg errichtet und im 4. Jahrhundert nach Christus erneuert wurde. Während des Mittelalters wurde die Mauer als Steinbruch zum Bau der umliegenden Burgen und Klöster verwendet.
Der Odilienberg ist ein interessantes Wandergebiet. Verschiedene Wege an der Heidenmauer entlang sind gut ausgeschildert.
Empfehlenswert ist der südliche Rundgang, teils an Felsen, teils an oder auf der Mauer entlang bis zum Männelstein (817 m hoch, herrliche Aussicht, schöner Platz für das mitgebrachte Picknick), weiter bis zur Grotte des Druides und zurück zum Parkplatz.
Die zweite Rundstrecke führt an zwei Burgen, der Ruine Hagelschloß am nördlichsten Ende der Heidenmauer und an der Burgruine Dreistein, vorbei. Auf beiden Wegen hat man eine herrliche Aussicht auf die bewaldeten Berge der Vogesen und auf die kleinen Dörfer und Städte in die Rheinebene.
Zum Schutz des Klosters auf dem Odilienberg und unterhalb des Berges gelegenen Klosters Niedermünster wurden im Mittelalter zahlreiche Burgen rund um den Berg angelegt.
Ich persönlich bin sehr gerne auf und um den Odilienberg. Um Kraft und Energie zu tanken.
Vor einiger Zeit erforschten wir den Odilienberg und die Heidenmauer. Die Steine sind scheinbar gepolt und bilden 3 Steinkreise. Der nördliche und südliche Kreis drehen entgegengesetzt, der Mittlere, auf dem das Kloster steht hat keine bestimmte Richtung und wird von beiden beeinflusst. Auf dem Taennchel befindet sich auch eine Heidenmauer, die damit zusammenhängen könnte.
Viel Spaß beim Forschen
Volker
Bin gestern mit meinem Mann am 01.05.09 auf dem Mont St. Odile gewesen, bei herrlichem Sonnenschein.
Mitgebracht habe ich 3 Flaschen Wasser aus der Quelle von Odile und einen Holunderzweig.
Die Energie dort ist wunderschön!!!!
gruß runa _________________ Das Licht Deines wahren Wesens strahlt von Deinem Mittelpunkt aus und je tiefer Du schaust, umso mehr wirst Du entdecken, denn in Dir befindet sich die Quelle der Weisheit, des Verstehens und des Erwachens. Du brauchst sie nur zu berühren. (Thich Nhat Hanh)
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