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Bildnisse vom Seelensein

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BeitragVerfasst am: 30.05.2010, 23:50    Titel: Bildnisse vom Seelensein
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Yakate
 


Anmeldedatum: 05.05.2008
Beiträge: 194

BeitragVerfasst am: 30.05.2010, 23:50    Titel: Bildnisse vom Seelensein

Hallo,

in allen spirituellen Lehren ist die Sprache von der Entstehung des Volkes, von Geburt = Inkarnation und dem Sterben. In mancher Kultur gibt es die Vorstellung, daß der Geist des Menschen in andern Leben wieder kommt. Für andere Kulturen (nicht nur für das Christentum) ist dies das einzige Leben. Wo sich wiederum alle Kulturen und Religionen einig sind,, ist das mit dem Tot die Existenz des Geistes nicht endet. Und das der Geist des Menschen nicht aus dem Nichts entsteht. Und auch nicht aus der DNA. Der Geist ist also etwas ewiges.

In unserer Zeit gibt es recht konkrete Vorstellungen, wie die Seele ist. Das Sein der Seele wird beschrieben, bis hin zu einer Quelle, aus der die Seele stammt. In diesen Vorstellungen hat die Seele ein Motiv zu inkarnieren. Strukturen und Verhalten im Seelensein werden beschrieben, oder was eine Seele bei der Rückkehr dorthin erlebt. Es wird von Ebenen und z.B. von Sanatorien für Selbstmörder berichtet. Manches ist alten Kulturen entliehen und anderes rührt von Erforschungen in hypnotischen Rückführungen.

In keiner alten Kultur wird das Seelensein beschrieben. Im Gegenteil sprechen alle Kulturen, auf ihre jeweilige Art und Weise, davon, daß das Seelensein, das Göttliche unerklärbar und unergründbar sind. Beschrieben werden nur Prozesse der Inkarnation, was den werdenden Menschen betrifft. Es wird der Weg des menschlichen Geistes nach dem Tot des physischen Körpers beschrieben, und wie dieser umher irren kann, bevor er ins Licht geht. Dazu gibt es Mythen und verschiedenste Glauben. Damit ist jedoch immer auch das Wissen verbunden, das der Mensch das Göttliche nie erfassen kann.

Wakan Tanka, das große Geheimnis. Dieses Mysterium spricht aus allem auf Erden. Alles ist von Geist beseelt. Aber der Mensch kann dieses Geheimnis nicht erkenne. Der geistig verwirrte, den wir als Irren in eine Anstalt stecken würden, ist vom Großen Geheimnis besetzt. Er mag diesen Geist erkennen, kann uns Andern jedoch nichts davon berichten.

Im Taoismus, dessen populärsten Weisen die Meisten kennen werden, spricht von unbenennbaren Tao. Immer, wenn man meint das Tao erfaßt zu haben, hat man sich getäuscht, saget Laotze.

Alle alten Kulturen wissen, daß der Mensch ein ewiges Bewußtsein hat, das weder aus der DNS entsteht, noch mit dem physischen Hirn stirbt. Und all diese alten Kulturen sind sich einig, daß man das Seelensein als Mensch nicht begreifen kann.

Im Islam gilt es deshalb, das man sich kein Bild von Allah machen darf. Der Moslem soll sich immer daran erinnern, das man Gott nicht greifen kann. Und der christliche Pfarrer sagt ebenso, das man Gott nur Schauen kann, aber eben nicht greifen oder gar beweisen.

Woher stammt diese Vorstellung vom Seelensein? Wie entstand diese "Wissen", daß die Seele aus einer Quelle stammt, sich in Seelenkreisen entwickelt und als Mensch inkarniert, um irgendwelche Aufgaben zu lösen oder Lektionen zu lernen?

In der Vorstellung, die der westliche Esoteriker hat, lebt der Mensch, damit die Seele etwas erkennt und als Essenz in seine Seele einbringt. Oder auch, um eine Aufgabe zu erfüllen, die die Seele sich ausgesucht hat. Wie auch immer, scheint das Leben eine Art Praktikum für das Göttliche zu sein. Alle Erfahrungen zusammen machen dann aus einem unerfahren Gott ein erfahrenen Gott? Ich gesteh, das ich sowas mal wußte und sogar erklären konnte. Heute stelle ich fest, daß das alles nur Ideen waren, die sich gut anfühlten. Und es wirkte einfach stimmig und wahr.

Um so mehr ich meine Denkmuster erkannte, die teils von der westlichen Kultur+, teils vom kirchlichen Christentum geprägt waren, um so eher wurde diese "Wissen um des Jenseits" zu einem Spiegel der Gesellschaft und der Kirche. Ich lernte Weisheitslehren kenne und ging meine eigenen spirituellen Weg. Ich lernt Menschen heilerisch zu helfen. Lernte schamanisch zu wirken. Erlernte Meditation. Ich traf Meister aus verschiedensten Kulturen. Und nur bei westlichen Menschen, die auch aus meiner Ursprungskultur stammen, fanden sich diese Vorstellung vom Jenseits wieder. Für mich ist das besten falls ein Bildnis, das den westlichen Intellekt eine Tor bietet, sein Denken Schrittweise zu wandeln.

Für mich macht es keinen Sinn, das Mysterium des Göttlichen begreifen zu wollen. Ich hab weder das Bedürfnis, dem materiellem Leben zu entfliehen. Ich werden sicher einmal sterben dun sicher wird mein Geist irgendwie als Essenz ins Licht eingehen. Aber was interessiert das mich als Mensch? Nichts, denn ich bin mir da mit Laotze & Co. einig, das alle Versuche das Göttliche zu n´benennen eine letztendlich Selbstbetrug sind.

Für mein Empfinden ist es gut Bildnisse zu haben. Alle alten Kulturen haben Bildnisse. Davon sprach nicht nur der Religionslehrer, daß die Bibel aus Bildnissen bestünde. Indianer haben Geschichtenerzähler. Schamanen pflegen die Mythen. Dun Zen-Mönche lieben geradezu die Bildnisse und sagen, alles liesse sich als Bildnis von einer auf andere Situationen übertragen. Ja, jede Religion ist voller Geschichten, die Götter, Tiere und Naturkräfte bildlich Erklären. Und jede Kultur hat eine Mythos für die Entstehung des Universums dun des Menschen. Unsere Kultur glaubt an den Urknall dun den Menschen aus dem Urschleim, wobei das schon wieder veraltet ist. Normalerweise sind sich die Kulturen jedoch bewußt, das es Mythen sind, was sie nicht weniger wahr macht.

Was mich interessiert ist, wieso so Viele wissen wollen, wie das Seelensein ist. Ist es Angst vor dem Ende und ein Bedürfnis wissen zu wollen, wie es weiter geht? Also ich wies, das ich Jan Wieland sterben werde. Und dann wird es mich als Mensch, der Sex und Schokolade genießen kann, nicht mehr geben. CIh hab nicht das Gefühl, eine "Wissen" über das Jenseits tröstet mich irgendwie, das ich ja nicht tot sein werde dun weiter existiere. Ich finde das Leben, das ich mit meinem Körper habe, wertvoll. Und ich praktiziere spirituelle Heilweisen. Ich habe Menschen bei ihrer Genesung begleitet und auch bei ihrem Tot, was man Sterbebegleitung nennt. DUn ich sehe einfach keinen Sinn darin, das Jenseits beschreiben zu wollen. Für mich sind das alles nur Bildnisse, die eine Illusion aufbauen: Die Illusion bescheid zu wissen. Und dann werden diese Bildnisse auch noch gelehrt, als wäre das wirklich so.

Was gibt es einem, das unbrennbare so komplex benennen zu könne? Nimmt es einem die Angst? macht es einem Mut, weil das mit der Esoterik ja nur gut sein kann, wenn man dadurch für immer und ewig weis, was auf eine zu kommt? Irgendwas muß es ja geben, was diese Vorstellung so sehr in der Esoterik festigt.

Alles Liebe
Jan
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