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Die leicht behaarten Stengeln und derben, eingeschnittenen Blätter geben dem Beifuß (Artemisia vulgaris) aus der Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae) ein wenig das Aussehen von Unkraut, obwohl er eine berühmte Patin hat. Er gehört zur Gattung der Artemisa-Pflanzen, die Ihren Namen von der legendären Artemisis, der Schwester und Gemahlin des griechischen Königs Mausolo erhielten. Sie lebte um 350 v.u.Z. und interessierte sich besonders für Botanik. Aber Beifuß ist nur eine von rund 200 Arten der Gattung Artemisia. Beifuß wurde schon in der Antike nicht nur als Gewürzpflanze, sondern auch als Heilkraut genutzt. So wandte der griechische Arzt Dioskurides, der im 1. Jahrhundert u.Z. lebte, sie gegen Darmwürmer an. Sein Zeitgenosse, der lateinische Schriftsteller und Naturkundler Plinius der Ältere dagegen behauptete, Wanderer würden nicht ermüden, wenn sie sich die Pflanze ans Bein bänden, eine Vermutung, die sich auch in dem deutschen Namen Beifuß widerspiegelt. Die Chinesen wiederum benutzen noch heute ein zusammengerolltes Beifuß-Blatt gegen Nasenbluten. Der Gemeine Beifuß kommt wild überall in den gemäßigten nördlichen Zonen der Erde vor. Zur Verwendung in der Parfümerie wird er dagegen vor allem in Marokko, Algerien, Frankreich und Jugoslawien kultiviert. Beifuß wurde im Okkultismus den Göttinen Venus und Frigg zugeordnet und gilt als wichtige magische Pflanze in Europa wie in Asien. Das Räuchern mit Beifuß geht auf germanische und keltische Rituale zurück. Die Pflanze wurde von den Germanen bei der Sommersonnenwende zum Vertreiben der Dämonen des Vorjahres geräuchert. Volkstümliche Namen weisen auf seine einstige kultische und magische Rolle hin: Sonnenwendgürtel, Johannisgürtel, Mugwurz, Schutzkraut. Das Kraut hat seit jeher seinen festen Platz im rituellen Gebrauch u.a zur Sonnwende und im traditionellen Kräuterbüschel. In der nordischen Mythologie ist er dem Donnergott Thor geweiht. Der Teufel fürchtete den Beifuß und böse Geister hatten keine Chance in ein Haus einzudringen. Auch beim Verbrennen ihrer Toten legten die Germanen Beifußbüschel mit auf den Scheiterhaufen der Verstorbenen. In England heißt Beifuß heute noch "Witch herb" (Hexenkraut). In Indien wird er dem Gott Shiva geweiht. Das Kraut wird dort zur Meditation und zum Schutz gegen Dämonen des Wahnsinns verräuchert. Im angelsächsischen Neunkräutersegen steht der Beifuß an erster Stelle. Er wurde für Übertragungszauber verwendet. Ein Gürtel aus Beifußwurzeln geflochten ins Feuer geworfen, sollte die Leiden des Kranken auf das Feuer übertragen. Auch ein am Abend des Sonnenwendfestes getragener Gürtel, der aus Beifuß geflochten ist, hat reinigende und kraftspendende Wirkung für den kommenden Jahreszyklus. Bevor man das Fest verläßt, wirft man den Gürtel ins Feuer. Wegen seiner verdauungsfördernden Eigenschaften als Gewürz schätzte auch Hildegard von Bingen den Beifuß in besonderem Maße. Heute ist Beifuß beliebt als Gewürz zu schwer verdaulichen und fetten Speisen. Dem Beifuß wird eine stark reinigende Kraft zugesprochen. Beifußräucherungen eignen sich deshalb gut für Situationen im Leben, die eine Entscheidung erfordern, die einen Wendepunkt darstellen. Er kann helfen, das Alte zurück- und loszulassen, daher seine rituelle Verwendung zur Sonnenwende. Er verbreitet beim Verbrennen einen stark würzigen, herben Pflanzenduft, der die Fähigkeit zum Hellsehen und Wahrsagen steigern soll. Eine Beifußräucherung hat außerdem eine entspannende wärmende und beruhigende Wirkung. Als Abendräucherung mit anderen Kräutern wirkt Beifuß schlaffördernd. Beifuß kann helfen, eigene Heikräfte zu aktivieren, um sich selbst an Körper und Seele zu heilen. Nach alter Tradition haben Heilerinnen und Heiler ihre Heilkräfte mit Beifußräucherungen gestärkt. In der Johannisnacht geräuchert schützt er den Anwender angeblich im kommenden Jahr. Ebenso soll der Beifuß Kopfschmerzen vertreiben und die Manneskraft stärken. Neben der Verwendung als Räucherstoff ist er, wie sein kräftigerer Bruder, der Wermut (Artemisia absinthum), ein hervorragendes Heilmittel bei Magen und Darmstörungen (er ist ja bekannt als Gewürz zu schwer verdaulichem, fetten Gänsebraten). Durch seine entspannende und beruhigende Wirkung eignet er sich gut für Abendräucherungen. Beifuß wächst zahlreich an Wegrändern, auf Weiden und Schuttplätzen und ist in ganz Europa sowie West- und Nordasien verbreitet. Die anspruchslose Staude aus der Familie der Compositae wird bis zu einem Meter hoch, besitzt einen dunkelbraunrotem aufrechten Stengel und dunkelgrünlich-gräuliche Blätter, die an der Unterseite filzig behaart sind. Die Blätter haben einfach oder doppelt gefiederte Form, die kleinen eiförmigen Blütenköpfchen sind grauweiß und manchmal gelblich-filzig. Sie blühen von August bis September und fallen dann durch ihren aromatisch-würzigen Geruch auf. Die Schamanen Indiens mischen Beifuß zum Räuchern mit Wacholderholz, Mastix, Patchouli, Sandelholz, Narde, Costus, Tulasi, Cascarilla und Weihrauch.
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Alle hier beschriebenen und diskutierten Arten über "Geistiges Heilen" sind keine Heilversprechen. Ein Versprechen stellt im spirituellen Sinne eine Bindung dar. Bindungen sind Muster die Unwohlsein erzeugen können. Ist der Mensch frei hat er immer eine Wahl. Wenn er eine Wahl hat, hat er die Möglichkeit sich für etwas zu entscheiden was ihm gut tut. Das Wissen darüber was ihm gut tut möge er beim Lesen und Mitgestalten dieser Seiten herausfinden. Ich wünsche jedem, der auf diese Seiten gelangt den Mut seinem Gefühl und seiner Intuition zu vertrauen das beste für sich selbst mitzunehmen und im positiven Sinne seiner selbst zu handeln.
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