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Alte Völker

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BeitragVerfasst am: 02.09.2010, 10:24    Titel: Alte Völker
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Yakate
 


Anmeldedatum: 05.05.2008
Beiträge: 194

BeitragVerfasst am: 02.09.2010, 10:24    Titel: Alte Völker

Hallo,

in alten Völkern war Bildung nicht kostenlos. Im Gegenteil, sie war sogar besonders teuer, denn das ganze Volk investierte sehr viel in die Ausbildung des Nachwuchs. Es gab deshalb auch drei Lebensphasen: Jugend, in der man lernt. Erwachsenenalter, in dem man lebt und reift. Und die weisen Alten, die lehren. Jeder fand in der Jugend seine Nachfolge und die Ahnen wurden als diejenigen verehrt, die uns vorausgingen. Die Ahnen bereiteten all das, was wir heute zur Verfügung haben. Und dieser Geist lebt heute noch, wenn z.B: ein Förster für die nächste Generation pflanzt. Wenn man dies unterläßt, hat das katastrophale Folgen. Beispiel:

Als die Nationen ihre Schiff-Armadas bauten, wurde sehr viel holz benötigt. Eben mehr, als im stetigen Ernten und Rekultivieren üblich war. Die Spanier versäumten das Aufforsten. Und so wurde ein Land, von dem man sagte das man es von Norden nach Süden durchqueren könne, ohne einmal den Wald zu verlassen, zu einer Öden Landschaft. Und das nur, weil eine Generation ihrer Ahnen nicht für die Nachkommen sorgte.

In einem Dorf von 400 Natives hatte ein Kind zirka 100 Kindergärtnerinen, 200 Lehrer und 200 Eltern und Großeltern. Unsere Kinder haben 2 Kindergärtnerinen, 5 Lehrer und 6 Eltern und Großeltern. Und dann wird noch gespart. Das ist in der Tt "kostenlose" Bildung, denn Nichts kann ja auch nichts kosten - einfache Logig *ggg*

Es gibt keine Bedarf neue Gesellschaftsformen zu erfinden, denn alles Nötige ist seit Jahrtausenden längst bekannt. Es gibt auch keine Bedarf solche Gesellschaftsformen zu erforschen, denn die Wissenschaftler sind ja bereits vorhandne. Im Jahr wird im Schnitt eines dieser Völker vernichtet. Dabei geht es nicht um Fälle, wie Ruanda, denn so grausam es sich anhören mag - dieses Volk gibt es ja noch. Ich spreche hier von Völkern, die komplett vernichtet werden. Und dieser Völkermord taucht in unseren Nachrichten nicht einmal auf.

Der schlimmste Völkermord ist jedoch der Völkerselbstmord. Und den betreiben die wohlhabendsten Gesellschaften an sich selbst. Sie demontieren alles, was ihre Kultur eigentlich ausmacht. All diese modernen Schlagwörter, von Freiheit, Frieden und sozialer Gerechtigkeit wurden nie wirklich umgesetzt. Die Mechanismen, die man sich erdachte um das zu erreichen, sind ungeeignet dies zu leisten. Und obwohl man das klar sehen kann, versucht man immer noch mit falschen Mitteln das Richtige zu erreichen - 100 mal versagt und beim 101 Mal wählt man den selben Weg.

Und deshalb fordere ich, das Bildung richtig teuer sein muß. Es muß einer Familie die hälfte ihres Einkommens kosten. Und jetzt kommt das Wesentliche meiner Forderung: eine Familie muß ein so gutes Einkommen haben, daß das kein Problem ist.

Es ist Zeit, das wir unser Leben wieder selbst leben. Das wir unsere Pflichten selbst erfüllen und nicht an einen Staat abgeben. Denn wenn der Staat die Bildung "kostenlos" bietet, dann kostet die Steuern. Sie kann nicht kostenlos sein - das ist eine Milchmädchenrechung! Anstelle dafür zu kämpfen, das uns alles mögliche nichts kostet, sollten wir dafür kämpfen das wir uns diese Kosten aus eigener Tasche leisten können. Denn das Ziel sollte Fülle sein - nicht Armmut und Almosen von einem ominösen Staat, der wir letztendlich selbst sind.

Wie in allen alten Völkern ist der soziale familiäre Bund auch für uns das wichtigste im Leben. Eine Nation ist eine gigantische Großfamilie. Nationalismus ist nichts Böses, denn benachbarte Familien können befreundet sein. Man heiratet Nachbars Tochter und geht beim Nachbarn in die Lehre. Unterschiedliche Familientraditionen erhalten die Welt lebendig bunt. und das wichtigste an der Familie ist, das man eine kleine Geborgenheit erfährt, die man ohne Familiengruppen nicht hätte.

Eine Mensch kann sich als Deutscher fühlen, weil das seine Großfamilie ist. ER braucht aber ein Dorf oder eine Stadt, in der er lebt. ER braucht seine Familie und weiter fassende Sippschaften, denen er angehört: das sind heute z.B: Vereine oder die Firma in der man arbeitet. Das Prinzip arbeitet sich wie Zwiebelschichten nach außen. Auch Nationen sind wieder Mitglieder einer größeren Familie, wie der EU oder den Vereinten Nationen oder dem Ostblock. Man hat Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die dafür sorgen das die Familienstrukturen erhalten bleiben. Die unterschiede geben der Familie ihre Identität. Und genau da liegt das größte Problem der modernen Nationen, das sie sich selbst nicht mehr kennen.

Der Mongole weis, das sein Gott Tengri heißt. Der Lakota weis, das sein Gott Wakan Tanka heißt. Der Saudi weis das sein Gott Allah heißt. Der inder weis, das sein Gott Shiva heißt. Nur die Europäer nenne ihren Gott einfach nur "Gott" oder "HERR", als ahbe er keine Namen. Wenn man schon über den Gott spricht dun über seine Gebote, dann wäre es mal angebracht diesen Gott persönlich kennen zu lernen. Ich darf Vorstellen:

"Gott Jahwe, das ist dein Christenvolk. Liebes Christenvolk, das ist Jahwe der Gott des Volkes Israel".

Wer immer noch glaubt, die Juden würden wegen ihres Reichtums gehaßt, der sollte einfach mal die Bibel lesen und ein kleines bissel darauf achten, was da wie zensiert wird. Denn der HERR hat sehr wohl eine Namen. Zitat aus dem unverfälschten Orginal:

„Ich bin JHWH, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“

So beginnen die 1o Gebote. Und ein Volk, das seinen Gott nicht kennt bzw. verleugnet, steht auf der materiellen Welt alleine da. Die ganzen Vernichtungskriege, die diese Entgötterten Nationen führten, waren gewalttätige Suchen nach der eigenen spirituellen Identität. Die Lücke des Gottes wurde mit Götzen gefüllt. In der Religion mit einem Gott, der nicht Jahwe ist, aber irgendwie auch nichts anderes. Im Weltlichen schloß die Lücke entweder das Gold - also materielles Streben als oberstes Gut. Oder eine zwanghafte Fixierung auf alles anfaßbare und sichtbare. Werte worden zu Heiligtümern ernannt - Werte, die eigentlich jeder Mensch hat, und erst zum Ziel wurden konnten, weil unsere Kultur diese Werte zerstörte. Die Katze hüpft seit Jahrhunderten im Kreis und erwischt ihren Schwanz einfach nicht. UDn anstelle das sie ihr Tun erkennt dun den Quatsch läßt, denkt sie darüber nach, ob sie schneller werden sollte oder der Schwanz vielleicht zu kurz ist. Was soll das,denn der Schwanz ist sie ja selbst!

In diesem Tanz um das eigene Ego hat unsere Moderne Gesellschaft einiges vergessen, was zu extremistischen Ansichten führte. Man vergaß z.B., was ein ehrenhafter Kampf zwischen Kriegern ist. Beide Extreme wurde gelebt: Der Glaube an den Totalen Krieg den man gewinnt. und der pazifistische Weltfrieden in einer friedlich vereinten Welt. Und beide Extreme haben nichts mehr damit zu tun, das sich Krieger ihres Lebensweges widmen und damit einen Aspekt des Menschseins pflegen.

Die alten Völker, in denen ehrbarer Krieg legitim und ganz natürlich war, waren in sich eine friedvolle Familie. Ein Nativ brauchten kein Gesetz, das ihm verbat seine Bruder auszurauben. Aber beim benachbarten Stamm durfte man klauen und Punkte sammeln.

IN unserer Gesellschaft gibt es keinen Familienfrieden im Volke mehr. Wenn die Polizei einmal ausfällt, weil z.B. der Strom ausfällt., dann wird beim Bruder hemmungslos geplündert. Wen man eine Unfall hat, dann wird die "gegnerische" Versicherung ausgequetscht. Der Diebstahl am Bruder ist die Normalität und wird nur durch "Staatsgewalt" auf ein übliches Niveau unterdrückt. Aber ein echter Familienfrieden existiert hier nicht. und das ist das eigentliche Problem, das wir uns in unseren intimsten Kreisen nicht mehr Eins sind.

Dieser Frieden finden wir nur in uns selbst. Wenn da steht "Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgendetwas, das deinem Nächsten gehört." dann ist das kein Gesetz Gottes, dessen Befolgung mit dem Himmel belohnt wird. Es ist ein Gebot, das seinem selbst eine positiven Weg weist. Denn um das umsetzten zu können, muß man erst mal seine inneren Frieden finden. Jemand, der selbst Haus, Frau und Sklaven hat - also Fülle lebt - der braucht nicht mehr neidisch auf seine Nachbarn zu schielen. Dieses Gebot ist also ein Aufruf sich um seine eigene Fülle zu kümmern, statt die Fülle des Nachbarn zu neiden. Der wer die Fülle seines Nachbarn neidet, der feiert damit nur seine eigenen Mangel.

In der Bibel steht, trotz diverser Verdrehungen und Zensuren, immer noch sehr viel drinnen. Der größte Schaden liegt in der manipulativen Interpretation, die immer noch weit verbreitet ist. Erst, wenn wir unsere eigen Werte finden, finden wir unsere Freiheit in unserem inneren Frieden.

Ich wünsche mir also keine kostenlose Bildung und auch keine billigen Kindergartenplätze. Ich wünsche mir, das jeder Bürger sich problemlos diese Grundbedürfnisse leisten kann. Und was dazu als aller erstes fallen muß ist der Billiglohn. Ich erinnere mich noch an die 80-ziger, wo ein Gehalt reichte eine Familie zu ernähren dun eine normalen Wohlstand gewährte. Heute haben schon Singles Probleme von einem Vollzeitjob zu leben. Da stimmt einfach etwas im Regulat der Wertigkeiten nicht mehr.

Was sagt uns das denn, wenn ein Arbeiter nur noch 1000 Euro verdient und sein Hartz4-Anspruch bei 1300 Euro liegt? Und was sagt uns das, wenn er mit einem Mindestlohn 1400 Euro verdienen würde? und was sagt uns das, wenn eine Firma Arbeitsleistung im Werte von 1400 Euro erhält und per Aufstockung 300 Euro vom Staat subventioniert bekommt, währen sie sich 400 Euro zu unrecht ergaunern? Da wird Lohndumping sogar noch staatlich gefördert! Und das Problem ließe sich ganz einfach lösen. Dazu braucht es weder ein neues Konzept, noch gar ein neues Geldsystem.

All unsere ach so großen Probleme wären ähnlich einfach zu lösen. Und die Methoden sind längst bekannt.

Alles Liebe
Jan

P.S. Eigentlich sind wir ja selbst ein altes Volk und folgen teilweise immer noch Werten, die auf dieser uralte Kultur basieren.
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BeitragVerfasst am: 09.12.2011, 09:40    Titel: Das kleine 1x1 der Völkerkunde
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naurmel
 


Anmeldedatum: 02.12.2011
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: 09.12.2011, 09:40    Titel: Das kleine 1x1 der Völkerkunde

Hallo Jan,

Du hast Dir wirklich Mühe gegeben, deine Gedanken ausführlich und strukturiert darzulegen. Es ist Dir gelungen, ein paar grundlegende philosophische Betrachtungen einzubringen, die so vielleicht nicht jedem klar sind. Dabei verwendest Du auch das Stilmittel der Verkürzung und Vereinfachung. Das ist literarisch in Ordnung. Wenn Du allerdings eine historische Entwicklung schildern möchtest, ist die Vereinfachung ganz nah an der Grenze zur Ungenauigkeit.

In deinem schön dekorierten Bild vergisst Du zum Beispiel die Sklavenhaltung. Oder die Leibeigenschaft. Die vielen Menschen, welche unter unerträglichen Pachtzinsen leben mussten. Du vergisst den Grund für die Entwicklung unseres aktuellen urbanen Lebens. Menschen gehen den Weg der Notwendigkeit. Wenn eine alte Kulturleistung verworfen wird, dann passiert das nicht aus Nachlässigkeit und fehlendem Bewusstsein. Es ist einfach nicht mehr notwendig und damit obsolet.

Ich betrachte die Geschichte nicht so sehr als den Zeitstrahl, der zu mir führt. Es gibt auf der Zeitstrecke in die Gegenwart nichts zwingend Entscheidendes oder Einschneidendes. Historiker bemühen sich, einen Vorfall in der Geschichte zu einer Wendemarke zu stilisieren. Aber damals in der Situation war oft keinem bewusst, dass gerade die Doktorarbeit eines Historikers konzipiert wird. Man tat, was getan werden musste.

Wenn sich Dinge im Nachhinein wie ein Puzzle fügen und ein konzeptionelles Ganzes ergeben, dann ist es die Rückschau, die uns das ermöglicht. Als dieser Teppich gewoben wurde, war er frei von Konzepten und jederzeit war eine andere Entwicklung möglich.

Wir sollten uns hüten, die Vergangenheit zum Erklärmodell der Gegenwart zu machen. Es ist schön, wenn man weiß, woher etwas kommt und wie es sich verändert hat. Es ist wichtig, seine Kultur zu kennen und die Tradition zu bewahren. Aber aus einem anderen Grund. Es dient der Sinnstiftung. Und das hast Du gut herausgestellt. Da bin ich deiner Meinung.

Es ist ein Trugschluss, dass Bildung teurer war als heute. Nie war Bildung so teuer wie zur Zeit. Langsam kommen wir an den Punkt, wo ein Schüler Geld mitbringen muss, damit er etwas lernen darf. Aber es handelt sich dabei um ein staatlich überfinanziertes System.

Kennst Du den Preis, den ein Bundesland für einen Platz in einer Schule bezahlt? Zwischen 4.000 und 13.000 Euro pro Jahr. Je nach Schultyp. In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 3% des Bruttoinlandsproduktes in die sogenannte Bildung investiert. Das waren 2010 75 Milliarden Euro. Wenn wir von 20 Mio. Kindern ausgehen, dann kommt auf jedes Kind die sagenhafte Summe von 3700 Euro. 2009 waren es in Deutschland nur 14 Mio. Kinder unter 14 Jahren.

Es kann also nicht stimmen, dass wir zu wenig Geld für Bildung ausgeben. Es wäre allerdings möglich, dass dieses Geld weder die Kinder noch die Lehrer erreicht.

Es liegt nicht am fehlenden Geld. Damit können wir Banken retten, Länder retten, Erdbeben bezahlen, Die Klimaerwärmung stoppen, Du siehst, Geld ist in unbestimmbarer Menge vorhanden. Was uns fehlt ist die Leistung. Wir tun nicht mehr genug für unsere Bildung. Das trifft die Eltern genauso wie die Kinder. Die Eltern geben alles an die Schulen ab und die Schüler machen es genauso. Die Schulen können nur anbieten. Was die Schüler nicht mit nach Hause nehmen, das bleibt zurück.

Es ist danach eher die fehlende kulturelle Leistung unserer Gesellschaft. Wir haben vergessen, wie steinig der Weg hierher war und wie steinig er werden wird, wenn wir den Weg nicht befestigen. Daher ist dein Blick in die Geschichte richtig. Er lehrt uns etwas über die Werte unserer Ahnen.

Nur weshalb teilen wir diese Werte nicht mehr? Die Antwort ist schmerzhaft einfach. Weil wir sie nicht brauchen. Und auch nicht gebrauchen. Wir können so dumm sein wie wir wollen, es ändert sich nichts an unserem hohen Lebensstandard.

Man kann sich jetzt überlegen, wohin das führt. Wir leben in Saus und Braus, wir verbrennen die Erde, rauben andere Geschöpfe aus. Wir töten mehr als wir zum Überleben brauchen. Welche Konsequenzen hat unser Handeln? Ist das nicht Karma (Handlung)?

Zur Zeit häufen wir dunkles Karma auf. Erst war es Gewalt, dann Terror, dann kam eine Phase von Überfluss, Selbstgefälligkeit, Neid und Intoleranz, jetzt leben wir die Tatenlosigkeit, die sinnlose Rede (ups) und die Verschwendung.

Wir sollten nicht so selbstsüchtig sein und uns vorstellen, dass wir die Erde mit uns in den Untergang ziehen. Wir werden nicht einmal die Menschheit gefährden. Aber mit diesem parasitären Wohlstand wird es bald vorbei sein.

Leto II., ein literarischer Gottkönig von altbiblischem Ausmaß, tötete jeden Historiker. Seine Begründung war ätzend: Historiker verfälschen die Geschichte. Er wollte alles der mündlichen Überlieferung überlassen. Und das schaffte er auch fast.

Lieber Jan, ich danke Dir für deine Anregung. Liebe Grüße,
naurmel
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